20.05.2022 - 13:34 Uhr HOME | NEWS | TOUREN | BILDER | DOWNLOADS | LINKS | GÄSTEBUCH | KONTAKT
DAS TEAM
DIE TOUR
TAGEBUCH
 
Tag 1: Samstag 10.7.
Tag 2: Sonntag 11.7.
Tag 3: Montag 12.7.
Tag 4: Dienstag 13.7.
Tag 5: Mittwoch, 14.7.
Tag 6: Donnerstag, 15.7.
Tag 7: Freitag, 16.7.
Tag 8+9: Sa + So
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TransAlp 2004: Tagebuch
 
Tag 4: Dienstag 13.7.2004
 
 
Iselsberg (1102m) - Lienz (673m) - Arnbach - Leckfeldsattel -
Sexten (1310m) - Nemeshütte (1950m)
 
 
Abfahrt Iselsberg - bei Sonnenschein!!  
Um 6:45 Uhr ertönte das Handy. Wie gestern waren wir aber kurz vorher schon wach. Die Sonne blinzelte schon durch die Vorhänge. Meine Beine waren noch ganz schön schwer. Und heute hatten wir wieder eine schwere Etappe vor uns. 2100 Höhenmeter und über 70 km. Vor dem Frühstück haben wir noch die Wäsche aus dem Keller geholt. Wie befürchtet war sie teilweise noch feucht! Netterweise durften wir die noch nassen Sachen in den Trockner werfen. Dann gab es Frühstück, dann Rucksäcke packen und los ging es wieder! Um 8:30 Uhr standen wir alle bereit!


 
 
  Asphaltrennstrecke entlang der Drau
Heute ging es zu Beginn erst mal 13 km auf einer schönen Asphaltstrecke bergab bis nach Lienz. Dort haben wir uns in einem superschönen, ziemlich neuen und großen Interspar-Supermarkt Saft, Wasser und Schokolade gekauft. Anschließend sind wir langsam durch die Altstadt von Lienz gefahren bevor es auf einem typischen Radwanderweg knapp 40 km an der Drau entlag ging bis nach Arnbach. Die Geschwindigkeitsvorstellungen gingen dabei etwas auseinander... die Rennradfahrer wie Heinz und Theo gaben das Tempo an und pesten voraus. Wir hatten ganz schön zu tun, dabei mitzuhalten. Susi und Fredl hatten darauf keine so große Lust und gingen es gemütlicher an.
 
 
Fast an der Leckfeldalm - kalt und naß!  
Das Wetter trübte immer mehr ein und als wir in Arnbach ankamen fing es gerade an zu tröpfeln. Das nutzen wir aus und kehrten in ein Restaurant ein, stärkten und mit Suppe und Spaghetti und bereiteten uns mental auf den kommenden Anstieg von 800m bis zur Leckfeldalm vor. Aber endlich ging es dann auf Schotter weiter. Auf der bisherigen Tour hatten wir fast ausschließlich Asphalt! Das Wetter wurde ziemlich wechselhaft, erst tröpfelte es, dann hagelte es und zuletzt fing es an zu schütten. Wir stellten uns zwischendrin kurz unter, allerdings wurde es dann sofort eiskalt, also fuhren wir weiter. Charly und Fredl verloren wir bald aus den Augen, es ging Ihnen nicht gut, beide hatten Kreuzschmerzen und schoben die Räder über weite Strecken.
 
 
Hütte in Sichtweite!!!  
In der Leckfeld-Alm war einiges los und wir mussten etwas auf unseren Tee und Kuchen warten. Aber draußen fing es gerade wieder an zu schütten und so hatten wir es sowieso nicht eilig weiter zu kommen. Von der Hütte aus konnten wir genau sehen wo wir noch drüber mussten: der Leckfeldsattel lag noch mal 500 Höhenmeter höher. Toni nutzten die Pause und schlief in seiner Ecke so tief und fest ein, dass er nichts mehr mitbekam was um ihn rum passierte! Um 16:10 Uhr machten wir uns angesichts des Wetters und der folgenden Schiebestrecke ziemlich lustlos auf den Weg. Charly zog, als er sich den Rucksack anschnallte, den Schlauch seines Trinksystems aus der Blase und hinterließ deutliche Spuren in der Hütte! Oh je, das würde mir gerade noch fehlen! Nicht nur von außen naß, jetzt auch noch von innen...
 
 
  Charly und Fredl - Ankommen an der Leckfeldalm
Draußen war es saukalt... wie sollten wir es bis zur Nemeshütte nur schaffen... ich konnte es mir nicht mal vorstellen. Aber als wir aufbrachen hörte es tatsächlich zu regnen auf und nach den ersten noch fahrbaren Metern wurde es uns schnell warm. Bald mussten wir schieben, aber die herauskommende Sonne und der plötzlich tolle Ausblick entschädigte einiges. Die vielen Almrosenbüsche glitzerten in der Sonne. Aber was uns dann ganz oben am Sattel erwartete war der Oberhammer! Es bot uns ein Panorama vom allerfeinsten - auf die Sextener Dolomiten mit den Drei Zinnen.

Nach einem ausführlichen Fotoshooting ging es auf einem schönen Trail hinunter vorbei an der Hahnspielhütte! Um uns ein paar Höhenmeter zu ersparen fuhren wir einen kleinen Trail über ziemlich nasse Wiesen und sanken oft sehr tief ein! Auf 1680 Meter kamen wir wieder auf einen Forstweg! Die Nemeshütte liegt aber auf 1900 Meter, puh! Ich war schon ganz schön kaputt! Und dann ging es auch noch immer wieder bergab, wenn man ein paar Höhenmeter gemacht hat, sehr frustrierend! Aber irgendwann kamen wir aus dem Wald heraus und ein wunderschönes Almgelände mit vielen Kühen und einem Ausblick auf die Sextener Dolomiten auf der anderen Seite des Tales lag vor uns. Es ging noch einige Kilometer leicht bergauf und endlich konnten wir die Nemeshütte entdecken!
 
Weiter geht’s zum Leckfeldsattel! Almrosen Toni am Leckfeldsattel bei traumhaften Panorama
 
 
Ausblick!  
Erst um 19 Uhr kamen wir an. Eine sehr schnuckelige Hütte! Wir hatten nur 1 Dusche zur Verfügung und nur eine halbe Stunde Zeit bis zum Abendessen. Also war mal wieder Highspeed-Showering angesagt. Aber darin waren wir ja geübt. Anschließend trafen wir uns unten in der Stube. Wir konnten nach Karte bestellen und die Wirtin Klara empfahl uns sauer angemachten Ziegenfrischkäse, natürlich selbstgemacht! Den nahmen wir alle zur Vorspeise und als Hauptspeise entschieden wir uns einstimmig für Hüttenmakkaroni - bis auf Heinz, der bevorzugte Currywurst und Bratkartoffeln. Dazu gab es Rotwein! 1 Liter zahlte Theo, da er, als er an der Hütte ankam, an einem Busch hängenblieb und umfiel! Dann kam noch 1 Liter vom Heinz dazu, da er am Vortag ohne Helm fuhr. Das Essen war ausgezeichnet!
 
 
Susi und Stephanus vor der Abfahrt
zur Hahnspielhütte
 
Eigentlich hingen wir alle schon ziemlich in den Seilen und wollten schon ins Bett gehen. Auf einem Schild in der Stube stand ja auch: Hüttenruhe 22 Uhr! Aber nachdem wir mit dem Hüttenwirt so ins Gespräch kamen, nachdem - außer uns und noch einem - keine Gäste mehr da waren. Er erzählte uns mit ziemlich krassen südtiroler Dialekt wo und wie die vielen Fotos, die an den Wänden hingen, entstanden sind (hauptsächlich Kletter- und Skibilder). Seine Erzählungen faszinierten uns sehr und wir hörten gespannt zu. Der andere Gast, der noch da saß entpuppte sich als Markus - der Hirte vom Otti. Otti holte seine Ziehharmonika und spielte zwei Abschieds-Stücke. Aber es wurde immer gemütlicher und wir orderten noch Wein und Markus und Otti setzten sich zu uns an den Tisch.
 
 
  Kurz vor dem Ziel - Susanne und Karin
Es entwickelten sich hochinteressante Gespräche. Fazit war jedenfalls, dass Otti ein absolutes Multitalent ist, der nicht nur auf äußerst sympathische Art und Weise die Hütte führt, sondern auch noch abartig schwierige Klettertouren macht, im Winter Skilehrer ist und nebenbei noch kocht, Ziehharmonika spielt ohne eine einzige Note zu kennen und und und... Markus entpuppte sich als FC Bayern München Fan, der 3x jährlich ins Olympiastadion fährt. Er wusste sogar, dass Andi Brehme neuer Trainer bei Haching ist. Mich beeindruckten die Beiden extrem! Markus hat ca. auf 400 Rinder, Pferde und Ziegen aufzupassen. Nebenbei zupft er noch Alpenrosenblüten, um daraus Almrosenschnaps zu machen. Den durften wir dann auch probieren.
 
 
  Otti - der Hüttenwirt der Nemeshütte
Fredl, Toni und Stephanus verabschiedeten sich schon vorher. Am Sonntag hat es auf der Alm tatsächlich geschneit, die Hütte liegt auf 1950 Meter! Das ist problematisch für die Tiere, die da sehr leicht abstürzen können, vor allem die Jungtiere. Es war jedenfalls ein einmalig schöner Abend, der die regenreichen und kalten Momente des Tages schnell vergessen ließ. Otti zeigte Theo auf der Karte wie wir weiterfahren könnten. Um 0:40 Uhr gingen wir dann auch ins Bett. Vorher bewunderten wir noch den gigantischen Sternenhimmel - zum greifen nahe!! Müde und etwas angeheitert nach einigen Gläsern Wein fielen wir in die Betten!
 
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Viel Spaß! Grafik & Programmierung by © Karin Rieder 2008 • letzte Änderung 01.02.2008 • Impressum